Monatsarchive: Januar 2010

Tipp: Pflege von Zimmerpflanzen

Geheizte Zimmer, trockene Luft, kurze Tage und dazu noch wenig Licht – viele Pflanzen leiden in der kalten Jahreszeit unter diesem Stress. Damit Ihre Lieblinge gut durch den Winter kommen, haben wir einige Tipps parat für die häufigsten Probleme.

Unter der trockenen Heizungsluft leiden Orchideen und Farne besonders stark. Ungünstig für die Pflanzen sind lufttrockene Plätze im Bellandris Abbildung BlähtonZimmer, besonders in der Nähe der Heizung. Stellen Sie die Pflanzen daher auf eine helle, nicht prallsonnige Fensterbank. Besprühen Sie die Blätter täglich mit Wasser und stellen Sie die Pflanzen in eine Schale auf angefeuchteten Blähton von Bellandris. Dieser bietet eine gute Drainageschicht für das Gießwasser, nimmt überschüssiges Wasser auf und gibt es langsam an die Wurzeln der Pflanzen wieder ab (siehe Abbildung), so dass sie nicht so schnell austrocknen.

Bellandris_Blaehton_25L

Die kurzen Wintertage liefern nur direkt am Fenster genügend Licht, um Pflanzen zur Blüte zu bringen. Deshalb lohnt sich für Innenräume eine energiesparende Leuchte mit pflanzengerechtem Lichtspektrum, jeweils 12 Stunden/Tag.

Stehen sie auf kaltem Boden, werfen Tropenkinder wie Benjamin-Feige und Gummibaum leicht Blätter ab. Auf einem isolierenden Pflanzenrollern haben sie es wärmer.

Wer im Winter genauso viel gießt wie im Sommer, muss sich nicht wundern, wenn die Wurzeln verfaulen. Einmal die Woche ist meistens genug. Heben Sie die Töpfe kurz an, dann bekommen Sie anhand des Gewichtes ein Gefühl dafür, ob die Pflanzen ausgetrocknet sind und ein Gießen nötig ist. Lassen Sie kein Wasser längere Zeit im Untersetzer stehen!

Frühbeete

Wer seinen Pflanzen Schutz vor ungünstiger Witterung bieten möchte, der ist mit einem Frühbeet gut bedient. Im Frühling kann man darin Gemüsesetzlinge und im Sommer Stiefmütterchen oder andere Zweijahrsblüher heranziehen oder durch Stecklinge Gehölze und Stauden vermehren.

Ein Frühbeet bietet auch ideale Kulturbedingungen für wärmeliebende Gemüse wie Melonen, Auberginen und Paprika. Im Winter dient es als Einschlag für Porree, Chicoree- und Löwenzahnwurzeln zur Treiberei oder als Kulturraum für Feldsalat und andere Wintergemüse. Man kann es aus Brettern, Beton-Platten, Mauerwerk oder Fertigteilen selbst erstellen. Einfacher ist jedoch der Erwerb eines der zahlreichen Modelle in allen möglichen Größen und Formen aus dem Gartencenter.

Frühbeet aus PVC-Glas

Foto - Stein Frühbeete bieten Jungpflanzen Schutz.

Eine gute Größe ist 2 Meter x 1,50 Meter bei einer Höhe von 50 cm mit abgeschrägten Seitenteilen, damit das Wasser gut ablaufen kann. Die vielseitigsten Modelle sind als “Wanderkasten” konstruiert, also leicht zu transportieren. Die einzelnen Elemente sollten zur Beetbreite passen, also 130 cm breit für ein 120 cm Beet oder 110 cm für ein 100 cm-Beet. Es sollte insgesamt aber nicht größer sein als 1,50 x 1 Meter. Das Beet wird mit einem stabilen Rahmen versehen, dessen Eckpfosten einfach in das Erdreich gedrückt werden. Als Abdeckung darüber eignen sich besonders stabile Fensterrahmen mit genörpeltem oder blankem Glas. Wird Folie darüber gespannt, sorgt ein in der Mitte des Fensters gespannter Drahtbügel dafür, daß der Regen abläuft und nicht als Lache in seiner Mitte stehen bleibt. Das Frühbeet sollte nicht allzu weit vom Haus entfernt aufgestellt werden, eventuell angelehnt an eine Mauer, windgeschützt und vollsonnig. In Ost-West-Richtung läßt sich das Sonnenlicht am besten ausnutzen.

Tunnel aus Folie

Frühbeet aus Folie

Foto - Stein Folientunnel eignen sich besonders für großflächige Anzuchten.

Viel Anwendung findet auch der Folientunnel anstelle von tragbaren Frühbeeten. Zum Beispiel zur Verfrühung von Salat, Kohlrabi, Bohnen, Radieschen und Rettichen, zur Förderung des Aufgangs und der Jungpflanzen bei Gurken und Kürbisgewächsen oder zur schnelleren Ernte von Erdbeeren. Ein Folientunnel besteht aus stabilen, rostgeschützten Drahtbügeln, die unter Spannung in den Boden gesteckt werden und damit Halt bieten für darüber gezogene Folie. Lochfolie bietet gegenüber normaler Folie den Vorteil, dass man den Tunnel nicht ständig lüften muss, was bei wechselndem Wetter lästig fallen kann. Durch seine leichte Konstruktion bietet sich eine Nutzung an, die ihn durch den Garten wandern läßt. Im Herbst kann ein Tunnel dazu dienen, Endivien, Chinakohl oder Radieschen vor Nässe und geringen Minusgraden zu schützen, im Winter erntefähiges Gemüse gegen Schnee. Die Folie bietet allerdings keinen Schutz gegen stärkere Fröste.

In unseren Gartencentern finden Sie alles, was Sie für ein Frühbeet benötigen. Ob fertige Modelle oder den Bausatz und Zubehör. Fragen Sie unsere Mitarbeiter, wir beraten Sie gerne!

Kräuterzauber rund um´s Jahr

Kräuter sind nicht nur schmackhaft und gesund. Unter ihnen gibt es viele, die mit dekorativen Blättern und Blüten Balkonkästen,  Töpfe oder sogar das Staudenbeet schmücken. Mexikanische, indische, fernöstliche und afrikanische Heil-, Würz- und Küchenkräuter zu entdecken, macht vor allem jüngeren Pflanzenfans Spaß. Probieren Sie einige der neuen, interessanten Sorten!

Attraktiv in Gefäßen

Strauchbasilikum Magic Blue

Foto - Kiepenkerl Strauchbasilikum `Magic Blue´

Grüne oder violettrote Basilikumsorten (z.B. ‘Moulin Rouge’, `Opal’ und ‘Osmin’) sind herrlich duftende Balkon- und Schalenpflanzen und als schnellwachsende Einfassungen rund um Gemüse- oder Kräuterbeete empfehlenswert. Für Töpfe, Beete und Balkon eignet sich ebenso das rosa blühende, duftig wirkende Thaibasilikum ‘Siam Queen’ (Horapha), das sehr würzig nach Anis schmeckt. Als Kübelpflanze über viele Jahre zu verwenden ist das Strauchbasilikum ‘Magic Blue’. Mit üppig blühenden violettblauen Rispen und sehr intensivem Duft seiner Blätter ist die schöne Pflanze aus Afrika ausgesprochen attraktiv für Balkon, Terrasse und den hellen Wintergarten.

Rosmarin verkörpert mit seinen leicht glänzenden grün-weissen Blättern und dem herben Duft die rustikal-raffinierte Küche Südfrankreichs und Italiens. Wer die Pflanzen in Kübeln kultiviert und ab Winterbeginn frostfrei im Wintergarten oder im Gewächshaus hält, kann ab Februar – März seine hellblauen Blüten bewundern.

Aromen für die Küche

Estragontagetes Sweet Mace

Foto - Stein Estragon-Tagetes `Sweet Mace´.

Das rosa blühende Kretaoregano und das gelbgrünblättrige Goldoregano ‘Thumbles Variety’ wird gern in der Küche, aber auch als Zierde in Mischpflanzungen für Beete, Gefäße und Balkonkästen verwendet. Für alle, die gerne kochen, ist das zierliche, intensiv schmeckende Zwerg-Currykraut (Helichrysum italicum) eine überraschende Entdeckung. Die silbrigen Blätter schmecken intensiv nach Curry. Estragon-Tagetes ‘Sweet Mace’ (Tagetes lucida) ist eine kulinarische Entdeckung, die jeden Kräuter-Liebhaber zufrieden stellt. Die einjährige Pflanze aus Mexiko mit kleinen gelben Blütchen wird ca. 25 cm hoch und wächst viel zierlicher als Tagetes. In Balkonkästen oder Gefässen kann man sie leicht kultivieren. Die jungen Blätter mit ihrem zarten Anisduft kann man mehrfach abernten und zu Salaten oder Fischgerichten servieren.

Kindersicherer Paprika

Zierpaprika Medusa

Foto - Stein Zierpaprika `Medusa´.

Sehr interessant für Topfgärtner ist die Peperoni-Züchtung ‘Medusa’, denn ihre leuchtendroten Früchte haben zwar alle Qualitäten der immer beliebteren Peperoni-Pflanzen, aber nicht ihre höllische Schärfe. Im Gegenteil – der Geschmack ist mild und angenehm. Das macht die als Zierpflanze angebotene Sorte besonders attraktiv für alle Haushalte mit Kindern, denn die können gefahrlos von den Früchten probieren

Palmen für Wohnung und Wintergarten

Wie keine andere Pflanzenart vermitteln Palmen die Atmosphäre südlicher Länder, Exotik und tropische Temperaturen. Im hellen Zimmer oder im Wintergarten fühlen sie sich sehr wohl und gedeihen prächtig.

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Areca-Palme im Korbtopf.

Allerdings gilt es unter den etwa 1200 Palmenarten die für die Zimmerkultur geeigneten, pflegeleichten Arten auszuwählen. Entscheidend ist die Unterscheidung in wärmeliebende Arten für geheizte Zimmer und Kalthauspalmen für Veranda und Wintergarten. Die bekanntesten Arten für den Aufenthalt im warmen Zimmersind die Areca-Palmen, botanisch richtig Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus lutescens), die Bergpalme (Chamaedorea elegans), die Kokospalme (Cocos nucifera, Cocos weddeliana), die Kentiapalme (Howeia forsteriana) und die Dattelpalme (Phoenix roebelenii).

Unter ihrem alten Namen Arecapalme bekannt geworden, zählt die Goldfruchtpalme zu den elegantesten Palmen für den Wintergarten. Die Wedel können lang werden, sind kammartig gefiedert und sehr dekorativ. Sie benötigt einen ganzjährig warmen Standort (nicht unter 16 Grad C), der hell, aber absonnig ist. Nie austrocknen lassen, denn die Folge sind braune Flecken auf den Blättern. Trockene Luft sollte durch das Besprühen der Pflanze aufgebessert werden, das gilt besonders für die Heizperiode im Winter.

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Kokos-Palmen sind nach wie vor beliebt.

Die Kokospalme ist der Inbegriff der Exotik. Angetriebene Jungpflanzen sind mitsamt der “Nuß” erhältlich. Der faserige, sogenannte Schwimmkörper, der unter der glatten Außenhaut sitzt und der Nuß hilft, Tausende von Kilometern im Meer zurückzulegen, verrottet nicht sehr schnell. Kokospalmen benötigen viel Licht. Sie sollten an einem möglichst warmen, hellen und luftfeuchten Platz aufgestellt werden. Den Wurzelballen stets leicht feucht halten und wöchentlich von April – September schwach düngen.

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Kentia-Palmen sind elegant.

Von der Kentia-Palme gibt es zwei Arten, die als Jungpflanzen kaum zu unterscheiden sind. Beide Arten tragen gefiederte, dunkelgrüne Wedel, sind einstämmig und sind meist als Dreiertuff erhältlich. Die wärmebedürftigen Pflanzen benötigen einen hellen Standort. Die optimale Zimmertemperatur ist ganzjährig bis zu 25 Grad C, nachts etwas kühler. Ältere Pflanzen dürfen ab Ende Mai ins Freie. Die Pflanzen benötigen wenig Dünger. Gießen Sie immer erst, wenn der Wurzelballen gut abgetrocknet ist. Gefährlich ist Staunässe. Die Kentia-Palme verträgt trockene Heizungsluft relativ gut, allerdings können dann Spinnmilben und Schildläuse auftreten. Achtung: Bei zu kühler Überwinterung gehen die Pflanzen leicht ein.