Mit dichten verfilzten Ballen können Kübelpflanzen eine begrenzte Zeit leben, nicht aber mit versauerter Erde und verfaulten Wurzeln. Der Frühling steht vor der Tür. Jetzt ist die ideale Zeit, um Ihre Traumpflanzen aus dem Süden auf Vordermann zu bringen.
Umgetopft wird allerdings nur, wenn die Erde verdichtet ist oder herauswachsende Wurzeln anzeigen, dass das Pflanzgefäß nicht mehr genug Platz für weiteres Wachstum bietet. Denken Sie rechtzeitig daran und wählen Sie ein entsprechend großes, geschmackvolles Gefäß. Ein Loch im Boden ist für den Wasserablauf lebenswichtig, damit die Pflanze nicht unbemerkt “absäuft”. Unsere Gartencenter bieten Ihnen ganz nach Geschmack unterschiedliche Gefäße aus Terrakotta, Keramik, Holz oder Kunststoff an. Auch ohne Inhalt sind größere Töpfe bei Kübelpflanzen von beträchtlichem Gewicht, so dass für den Transport an den endgültigen Standort eine spezielle Karre (auch Sackkarre), Tragegurte oder Pflanzenroller empfehlenswert sind.
Ihren Pflanzen bekommt das Umtopfen gut.
. Die neue Erde soll von guter, brockiger Struktur sein, luftig und vergießfest also. Zusätze von Kies, Lavagranulat oder Tonkügelchen sind oft schon im Substrat enthalten, sonst sollte man sie zufügen.
. Vergessen Sie nicht, Tonscherben auf das Abflussloch zu legen. Sie verhindern, dass es sich mit Erde zustopft.
. Stark eingewachsene Ballen lässt man vorher einige Tage antrocknen, dann lösen sie sich leichter aus Kunststofftöpfen heraus.
. Nun befreit man den alten Ballen mit einem scharfen Messer kräftig von Verkrustungen und zu vielen Wurzeln. Keine Angst: gekürzte Pflanzenteile wachsen bald umso freudiger wieder nach!
. Entfernen Sie so gut es irgend geht die alte Erde und füllen Sie ringsum neue ein.
. Beim Eintopfen in das neue Gefäß wird die alte Ballenhöhe wieder angestrebt und mit den Daumen nicht nur die Pflanze selbst sondern auch ein ca. 1-2 cm tiefer Gießrand angedrückt.
. Ganz wichtig: Geben Sie sich beim ersten gründlichen Angießen nach dem Umtopfen viel Mühe. Nur durch ein kräftiges Einschlämmen erhalten die restlichen Wurzeln den intensiven Kontakt mit der umgebenden Erde und werden damit zu neuem Wachstum angeregt.












