Monatsarchive: Februar 2009

Umtopfen von Kübelpflanzen

Mit dichten verfilzten Ballen können Kübelpflanzen eine begrenzte Zeit leben, nicht aber mit versauerter Erde und verfaulten Wurzeln. Der Frühling steht vor der Tür. Jetzt ist die ideale Zeit, um Ihre Traumpflanzen aus dem Süden auf Vordermann zu bringen.

Foto - Compo. Für das Umtopfen ist qualitätvolle Pflanzerde wichtig.

Umgetopft wird allerdings nur, wenn die Erde verdichtet ist oder herauswachsende Wurzeln anzeigen, dass das Pflanzgefäß nicht mehr genug Platz für weiteres Wachstum bietet. Denken Sie rechtzeitig daran und wählen Sie ein entsprechend großes, geschmackvolles Gefäß. Ein Loch im Boden ist für den Wasserablauf lebenswichtig, damit die Pflanze nicht unbemerkt “absäuft”. Unsere Gartencenter bieten Ihnen ganz nach Geschmack unterschiedliche Gefäße aus Terrakotta, Keramik, Holz oder Kunststoff an. Auch ohne Inhalt sind größere Töpfe bei Kübelpflanzen von beträchtlichem Gewicht, so dass für den  Transport an den endgültigen Standort eine spezielle Karre (auch Sackkarre), Tragegurte oder Pflanzenroller empfehlenswert sind.

Ihren Pflanzen bekommt das Umtopfen gut.

. Die neue Erde soll von guter, brockiger Struktur sein, luftig und vergießfest also. Zusätze von Kies, Lavagranulat oder Tonkügelchen sind oft schon im Substrat enthalten, sonst sollte man sie zufügen.

. Vergessen Sie nicht, Tonscherben auf das Abflussloch zu legen. Sie verhindern, dass es sich mit Erde zustopft.

. Stark eingewachsene Ballen lässt man vorher einige Tage antrocknen, dann lösen sie sich leichter aus Kunststofftöpfen heraus.

. Nun befreit man den alten Ballen mit einem scharfen Messer kräftig von Verkrustungen und zu vielen Wurzeln. Keine Angst: gekürzte Pflanzenteile wachsen bald umso freudiger wieder nach!

. Entfernen Sie so gut es irgend geht die alte Erde und füllen Sie ringsum neue ein.

. Beim Eintopfen in das neue Gefäß wird die alte Ballenhöhe wieder angestrebt und mit den Daumen nicht nur die Pflanze selbst sondern auch ein ca. 1-2 cm tiefer Gießrand angedrückt.

. Ganz wichtig: Geben Sie sich beim ersten gründlichen Angießen nach dem Umtopfen viel Mühe. Nur durch ein kräftiges Einschlämmen erhalten die restlichen Wurzeln den intensiven Kontakt mit der umgebenden Erde und werden damit zu neuem Wachstum angeregt.

Tipp: Liebesblumen zum Valentinstag

Frauen freuen sich zwar immer über Blumen – aber ein romantischer Blumengruß zum Valentinstag hat eine ganz besondere Bedeutung. Er ist ein Symbol für die Liebe und Anerkennung der Herzensdame und lässt ihr Herz garantiert höher schlagen. In unseren Gartencentern finden Sie sicher den richtigen Blumengruß – für romantische und individuelle Gemüter.

Foto - CMA. Frühlingsblumen zum Valentinstag.

Rosen sind das klassische Symbol für die Liebe, sicherlich immer aktuell, doch gehören sie ja schon eher zum Standard. Wie wäre es mit weißen Orchideen oder Cyclamen für eine elegante Dame? Oder bekunden Sie ihre Liebe mit einem Arm voller Frühling: Tulpen, Vergissmeinnicht, Traubenhyazinthen und Narzissen als blühfertige, vorgetriebene Pflanze. Eine ganze Frühlingswiese fein säuberlich in bunte Herztüten verpackt oder ein handliches Tulpenmeer in eine Schale gepflanzt – so sieht Verliebt sein aus! Denn so, wie die Blütenstiele der Tulpen wachsen, sich winden und zum Licht recken – so verdreht die Liebste einem jeden Tag aufs Neue den Kopf.

Englische Gärten

Kaum ist man eingetreten, fühlt man sich schon wie zuhause. Irgendwie ist das typisch für englische Gärten. Obwohl jeder vom persönlichen Charme der Besitzer geprägt ist, geht doch vieles auf gemeinsame Grundlagen zurück. Manches ist eben anders im Lande der Gärtner.

Herzöge, Grafen und königliche Hoheiten haben zwar den Stil englischer Gartenkultur geprägt, doch auch viele Bürger haben sich nach ihr eigenes grünes Paradies stilvoll, charmant und bequem eingerichtet. Mit Leidenschaft sammeln sie Stauden-Raritäten und können sogar die Erbsen- oder Rosenkohlsorten benennen, die frisch vom Beet geerntet gerade auf dem Teller dampfen.

Foto - Stein. Englischer Privatgarten

Was unterscheidet englische Gärten von hiesigen? Die meisten ähneln einem gemütlichen Zimmer im Grünen, eingerahmt von schützenden Hecken oder Mauern. Sie sind möbliert mit wetterfesten Teakbänken und geschmückt mit Putten oder Keramik. Was alt wirkt, hat eben Charme. Algen und Moose haben deshalb Lebensrecht, Efeu wuchert an und unter den Bäumen. Was ganz neu aussieht, wird mit Sauermilch oder anderen Mitteln schnell auf “Oldie” getrimmt. Ein Gewächshaus gehört zum Standard. Hier pflegt meist der Hausherr seine Pflanzenhobbies, kultiviert Orchideen oder zieht mit Leidenschaft aus Samen und Stecklingen neue Pflanzen heran. Dabei sind die letzten Hits aus Gartenzeitschriften oder TV sehr gefragt.

Bekannt gut ist der englische Rasen - herrlich weich wie ein Teppich und entspannend beim Begehen. Wer einmal seine traumhaften Qualitäten  erlebte, wird bald quer durch den eigenen Garten  Rasenwege anlegen. Mit Fertigrasen ist das kein Problem. Der Pflegeaufwand hält sich durchaus in Grenzen, denn die Halme bleiben als Düngung liegen: das Mulchmähen hat sich in England schon lange bewährt.

Die Gärten der Insel sind durch geschnittene Hecken und Figuren meist ganzjährig grün und sehenswert. Im Sommer schäumen sie vor Farbe über. Berühmt sind die ‘Mixed Borders’, das sind Staudenrabatten, die mit niedrigen Pflanzen  beginnen und nach Wuchshöhe ansteigen. Jede Blüte kommt so optimal zur Geltung. Die bunte Vielfalt der Cottage- oder Bauerngärten weicht allerdings mehr und mehr einem durchdachten Konzept. Der “weiße Garten” nach dem berühmten Vorbild von Sissinghurst hat vielerorts Einzug gehalten, aber auch rote Gärten, blauweiße und rosa-violette sind wie bei uns “in”.

Frühlingspracht mit Topfblumenzwiebeln

Blumen aus Zwiebeln und Knollen entwickeln sich freudig und sicher in Kübeln, Kästen und Minigärten. Mit vorgezogenen Topfzwiebelblumen lassen sich jetzt herrliche Frühlingsschalen bepflanzen.

Foto - IZB

Sobald die Bedingungen stimmen, schieben sich Blätter und Blüten hervor. So sind Zwiebelblumen die idealen Blüher für Vorgärten, Atriumgärten, Terrasse und Balkon. In Gefäßen aus Keramik, Holz, Metall oder in Körben untergebracht, lassen sich traumhaft schöne Akzente setzen. Je nach Jahreszeit beleben sie den Eingang, bilden Blickfänge rund ums Haus oder überbrücken die Wochen, in denen der übrige Garten gerade mal Blühpause hat. Das gilt für Sommerblüher wie Lilien, Pfauenblumen (Tigridia), Freesien und Knollenbegonien, ganz besonders aber für die Frühjahrsblüher, die oft einen betörenden Duft verströmen.

Der Auftakt für ein buntes Frühlingsfest der Blütenfarben beginnt oft schon Mitte Februar. Mit zeitigen Arten wie zartviolettem Wildkrokus (Crocus tommasinianus) oder der gelben Zwergiris (Iris danfordiae) setzt der Blütenreigen ein. Narzissen, Hyazinthen und Tulpen sind die Hauptdarsteller. Erst im Juni folgt die blutrote Wildtulpe (Tulipa sprengeri). Mit dem weissen Vogelmilchstern (Ornithogalum umbellatum) kann die Zeit der Zwiebelblumen leicht 3-4 Monate dauern – 100 Tage und mehr.

Foto - Kiepenkerl. Frühlingshafte Schalen- und Topfbepflanzungen ergeben sich mit der Miniaturnarzisse Jetfire.

Alle niedrig bleibenden Zwiebelblumen gedeihen in Gefässen und Balkonkästen. Besonders gut eignen sich Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen, Schneeglanz, Anemonen und Wildtulpen. Durch Kombinationen mit Frühjahrsblühern wie Schneeheide, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Primeln oder Kleinsträuchern wie Seidelbast oder Forsythien kann man herrliche Effekte erzielen.

Vorgezogene Pflanzen für Schalen, Töpfe und Garten hält jetzt ihr Gartencenter bereit.

Pflegeleichte Hydrokultur

Wenn Pflanzen üppig wachsen und blühen, dann macht das Spass. Auch die Raumluft wird durch Grünpflanzen besser. Das Giessen allerdings ist für viele Pflanzenliebhaber ein Buch mit sieben Siegeln – weil man die Wurzeln nicht sieht, stehen sie mal zu feucht, mal zu trocken – wie man es macht, ist es verkehrt. Doch das muss durchaus nicht so sein: mit Hydrokultur kann man die Gewächse ganz bequem monatelang sich selbst überlassen. Vernässen und Vertrocknen sind ausgeschlossen, denn sie nehmen sich nur, was sie tatsächlich brauchen.

Dass Pflanzen nur in Erde gedeihen, ist ein lange geglaubtes Märchen. Tatsächlich breiten sich ihre Wurzeln noch lieber im Wasser einer schwachen Nährlösung aus. Genügend Halt bietet den Wurzeln ein geschlitzter Kulturtopf, der luftig-locker mit braunen Kügelchen aus hart gebranntem und wasserabweisenden Deco-Ton gefüllt ist. Das Ganze steckt in einem schmucken Übertopf, samt Wasserstandsanzeiger. So lässt sich schon mit einem Blick erkennen, ob Wasser ergänzt werden muss. Je nach Größe der Pflanzen und Umgebung hat das Auffüllen 4-5 Wochen und der Austausch verbrauchter Nährlösung ein halbes Jahr Zeit.

Alle Zimmerpflanzen gedeihen in Hydrokultur

Natürlich gedeihen dekorative Sumpf- und Wasserpflanzen wie Papyrus- und Zyperngras, Farne und Aronstabgewächse wie die schöne Flamingoblume (Anthurium), Einblatt (Spathiphyllum), Fensterblatt (Monstera), Efeutute (Epipremnum), Dieffenbachien und Baumfreund (Philodendron) in Hydrokultur besonders gut. Das gilt auch für schwierige Vertreter der Feigen-Familie wie den bekannten Ficus benjamina, für Drachenbäume (Dracaena), dekorative Blattpflanzen wie Yucca und für Dauerblüher wie Begonien, Usambaraveilchen und Bromelien. Wer hätte gedacht, dass auch Palmen und empfindliche Orchideen in Hydro gut gedeihen? Sogar Wüstenbewohner wie Kakteen und Sonnenliebhaber wie Kräuter fühlen sich in Wasserkultur ausgesprochen wohl. Ein Grund dafür ist die viele Luft, mit der Wurzeln im steinähnlichen Substrat in Berührung kommen. Weil sie nicht nur Wasser, sondern auch viel Sauerstoff brauchen, soll man das Wasser nie bis an den Gefässrand auffüllen.

Jungpflanzen für Hydrokulturen dürfen aus Hygienegründen keine Erde enthalten. Deshalb empfiehlt sich die eigene Vermehrung im Wasserglas oder der Kauf fertiger Pflanzen im Gartencenter. Das Angebot ist groß und lässt kaum Wünsche offen. Besonders attraktiv sind fachmännisch bepflanzte Hydroschalen für Büros, Eingänge und Zimmer. Leicht kann man in repräsentiven Gefässen auch selber Pflanzideen kombinieren. Zum Auffüllen der Lücken zwischen den Pflanzen empfehlen wir keine Erde, sondern hygienisch vorteilhafte Substrate wie Blähtonkügelchen oder Seramis.